20. November 2011 von Barbara Pospiech
Fachkräftemangel und demografischer Wandel sind die bestimmenden Themen des Personalmanagementes seit 2010. Wurden im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2008 mal wieder verstärkt Mitarbeiter in Frührente/Altersteilzeit und in die Arbeitslosigkeit geschickt, so hat sich ab ca. Mitte 2010 die Marktsituation verändert.
Methoden der Kundenhaltung und -rückgewinnung finden ihren Weg in das Personalmanage¬ment. Allerdings steckt eine systematische Rückgewinnung von Mitarbeitern noch in den Kinderschuhen – es ist zu ungewöhnlich für Personaler, Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitern zu halten! Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Bielefeld für den Raum Ostwestfalen Becker, Ostrowski.
So beschränkt sich die Rückgewinnung ehemaliger Mitarbeiter oftmals nur auf den Kontakt zu Praktikanten und Auszubildenden nicht aber zu Mitarbeitern, die in Frührente, Altersteil¬zeit oder Arbeitslosigkeit geschickt wurden! Dabei sollte ein Regain-Management (Rückgewinnungsmanagement) die erste Option bei Besetzung neuer und freigewordener Stellen sein. Schließlich liegen die Kosten-Vorteile auf der Hand: Die Wiedereinarbeitung ehemaliger Mitarbeiter ist weniger kostspielig und die Qualifikationen sind bekannt. Außerdem sind Arbeitslose und (Früh-) Rentner oftmals kurzfristig einsetzbar und bringen neue Impulse und Erfahrungen mit.
Voraussetzung ist es, zum einen auch nach einer Entlassung noch Kontakt zu halten z.B. durch Mitarbeiterzeitungen, Newsletter, Treffen Ehemaliger oder der Möglichkeit weiterhin in der Firmenkantine essen zu können. Die andere Voraussetzung besteht darin, dass die Trennung fair verlaufen ist und nicht in form eines Abservierens des Mitarbeiters erfolgte. Derjenige, dem dies passiert ist, wird wohl kaum die Räume des alten Arbeitgebers noch mal betreten wollen! Auch für Personaler und Firmenchefs gilt: Man sieht sich mehr als einmal im Leben!
Quelle: Prof. Dr. Fred G. Becker, Dipl. Kfm. G. Becker, Universität Bielefeld, Studie zum Regain Management, Auszüge veröffentlicht in: personal & wirtschaft westfalen, 10/2011, S. 15
20. November 2011 von CQa
Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Nur was ist damit gemeint? Das kommt auf den jeweiligen Kontext an. Schon vor mehr als 15 Jahren wurde Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft relevant. Schließlich sind die Ressourcen der Erde endlich und neue Bäume benötigen viele Jahre des Wachstums. Also ist es sinnvoll, nur soviel abzuholzen wie nachwächst, oder mehr Bäume zu pflanzen. Auch wurde verstärkt das Holz- und Papier-Recycling aufgegriffen und Papier wenigstens zum Teil aus recycelten Stoffen hergestellt.
Hieran wird bereits deutlich, was grundsätzlich unter Nachhaltigkeit zu verstehen ist: Es wird so gehandelt, dass sowohl die derzeitige Generation als auch nachfolgende Generationen keinen Schaden durch das jetzige Handeln nehmen, sondern alle einen entsprechende Nutzen haben (können).
In mehrere normative Werken sind derartige Grundgedanken eingeflossen, sei es im Risikomanagement im Allgemeinen oder die Fortführung der Geschäfte im Besonderen (Business Continuity Management) mittels Notfallplänen und die Einbeziehung der Social Responsibility. Einen ersten Überblick gibt der QM-Leitfaden DIN EN ISO 9004:2009.
Nachhaltigkeit
6. Februar 2010 von Matthias Pospiech
Ruth Cohn, die Begründerin der Themenzentrierten Interaktion ist am 30.1.2010 in Düsseldorf im Alter von 98 Jahren gestorben. Die ursprüngliche Psychoanalytikerin hatte die Methodik einer nichthierarchischen Arbeitsweise in Gruppen entwickelt. Mit der Themenzentrierten Interaktion entstand die Methode einer Gruppenarbeit, die sowohl lebendiges Lernen in Gruppen ermöglicht als auch zur Problemlösung durch eine Gruppe herangezogen werden kann. Dies kann als therapeutisches Konzept in der Psychologie als Gruppentherapie eingesetzt werden. Im modernen Qualitätsmanagement hat sich die Themenzentrierte Interaktion als Qualitätszirkel oder Qualitätsverbesserungsteamarbeit etabliert. Das Ruth Cohn Institut führt ihre Arbeit fort.
8. November 2009 von Barbara Pospiech
Im folgenden stellen wir Ihnen Hinweise zur Durchführung der QM-Bewertung bei einem Bildungsinstitut dar.
Mindestens einmal jährlich erfolgt eine Zusammenstellung der wesentlichen Aspekte und deren Bewertung. Die QM-norm DIN EN ISO 9001:2008 fordert im Abschnitt 5.6.2 das folgende:
- Ergebnisse von Audits
- Rückmeldungen von Kunden
- Prozeßleistung und Produktkonformität
- Status von Vorbeugungs- und Korrekturmaßnahmen
- Folgemaßnahmen vorangegangener Managementbewertungen
- Änderungen, die sich auf das Qualitäts-management auswirken könnten, und
- Empfehlungen für Verbesserungen
Die hauseigene QM-Bewertung eines Bildungsinstitutes greift diese von der Norm geforderten Eingaben (fett gedruckt) in einer für einen Weiterbilder spezifischen Art auf, siehe die folgende Liste:
- Es werden alle mit dem Teilnehmer in Verbindung stehenden Bereiche beleuchtet. Dies entspricht der Normforderung nach der Prozeßleistung und Produktkonformität (5.6.2 c).
- Die Rückmeldungen der Kunden (Teilnehmer, Betrieben Arbeitsagenturen). Es sind sowohl die Kundenzufriedenheit wie Reklamationen auszuwerten. (5.6.2b)
- Der Status von Vorbeuge- und Korrekturmaßnahmen sowie eventueller Empfehlungen für Verbesserungen durch die Geschäftsleitung. (5.6.2 d + g)
- Der Zielerreichungsgrad der selbstgesteckten Ziele und der sich daraus ergebenden neuen Ziele sowie der eventuellen Änderungen, die sich auf das Managementsystem auswirken können. (5.6.2. f)
- Kommentare zu den Ergebnissen aus internen und externen Audits (5.6.2 a) sowie ggfs. zum Stand von Zertifizierungen (FKS, ZFU) und
- zu Folgemaßnahmen aus vorangegangenen Managementbewertungen (5.6.2 e)
Die neuen Ziele ergeben sich aus der QM-Bewertung und während des laufenden Jahres sowie aus der langfristigen Strategie.
7. Februar 2009 von Barbara Pospiech
Was macht eigentlich die Kompetenz eines Qualitätsmanagers aus?
Dies ist ein Bündel aus Fachkenntnissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten, Methoden- und Sozialkompetenzen insbesondere spezieller soft-skills.
Dies umfaßt:
- die Beherrschung der Textanalyse von Normforderungen oder Gesetzestexten (allein und in einer Gruppe),
- das Umsetzen der Normforderungen in branchentypische Maßnahmen,
- die Beherrschung der Erstellung von Ablaufdiagrammen und Prozessdarstellungen,
- die aktive und kompetente Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Formulierung von Q-Politik und Q-Zielen sowie Zuarbeit und Formulierung der QM-Bewertung,
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7. November 2008 von Barbara Pospiech
Die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG muß im europäischen Maschinenbau spätestens bis zum 29.12.2009 umgesetzt sein. Für Hersteller von Maschinen wird es also höchste Zeit sich um die Umsetzung zu kümmern. So wird vom Hersteller verlangt eine Risikobeurteilung vorzunehmen, um entsprechende Sicherheits- und Gesundheitsvorkehrungen zu treffen. Sollten vorhersehbare und vermeidbare Gefahren auftreten ist zu vermuten, daß die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet wurde, was zu zivilrechtlichen Folgen, Gewährleistungsansprüchen sowie ggfs. Strafrechtlichen Auswirkungen führen kann.
CQa-Lehrgänge und Lehrhefte können hier durchaus hilfreich sein:
- Lehrheft Risikomanagement
- Die QM-Methode Fehler-Möglichkeits- und Einflußanalyse (FMEA) ist Gegenstand der QM-Ausbildung.