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Kurzinformation zur Kostenrechnung

(Auszug aus CQa-Lehrheft zum Thema TQM / Kostenrechnung)

In sehr vielen Fällen besitzt der Qualitätsbeauftragte oder Qualitätsmanager keine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse aufgrund seiner beruflichen Vorbildung. Eine sinnvolle Zusammenarbeit von QM mit den Controllern ist aber im Sinne eines integrierten Managementes nur möglich, wenn beide die Sprache des anderen verstehen. Daher sollten die Betriebswirte des Unternehmens oder der Einrichtung über Mindestkenntnisse des QM verfügen. Umgekehrt sollte der QB oder Qualitätsmanager schon annähernd wissen, was mit den einzelnen Begriffen aus der Kostenrechnung gemeint ist.

Aus diesen Gründen erwartet der Personalzertifizierer DGQ entsprechende Mindestkenntnisse. Im DGQ-Lehrgang QM im Gesundheitswesen befaßt sich daher ein ganzes Kapitel mit der sogenannten Gesundheitsökonomie. Gegenstand der Gesundheitsökonomie sind z. B. Erläuterungen zu den betriebswirtschaftlichen Begriffen, auf die wir nachfolgend eingehen.

Aufgaben des Rechnungswesen

Das Rechnungswesen hat im wesentlichen Dokumentations- und Kontrollaufgaben. Dazu werden die Geld- und Leistungsströme erfasst. Hilfsmittel des Rechnungswesens sind die

  • Finanzbuchhaltung
  • die Bilanz
  • die Gewinn- und Verlustrechung
  • die Abschreibung.

Die Finanzbuchhaltung erfasst die zeitliche Reihenfolge der Geschäftsvorgänge und Änderungen in Höhe und Zusammensetzung von Vermögen und Kapital. Die Bilanz ist die Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital eines Betriebes an einem bestimmten Stichtag. Aufgelistet wird die Summe der Vermögensteile als Aktiva und Passiva, wobei unter Passiva ein Sammelbegriff für alle auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesenen Positionen zu verstehen ist, z. B. für Eigenkapital einschließlich Rücklagen, Sonderposten, Rückstellungen, Verbindlichkeiten.

Eine Gewinn- und Verlustrechung ist eine Ergänzung der Bilanz. Sie stellt die Aufwendungen und Erträge innerhalb einer Periode dar. Aufwendungen sind alle im Unternehmen anfallenden Kosten (einschließlich der qualitätsbezogenen Kosten). Erträge sind die von einem Unternehmem in einer Periode wegen der Erstellung von Gütern oder Dienstleistungen zuzurechnenden Einnahmen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird zwischen dem Ertrag des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und einem außerordentlichen Ertrag differenziert.

Werteverzehr bezeichnet den Wertverlust von Anlagegütern im Laufe der Nutzung. Beispiel: Jährlicher Wertverlust eines Fahrzeugs. Dieser Wertverlust muss steuerlich abgeschrieben werden. Abschreibungen beziffern den Werteverzehr in einem Unternehmen. Eine degressive Abschreibung liegt bei fallenden jährliche Abschreibungsbeträgen vor. Das Ziel besteht in einer Steuerminimierung in Phasen hoher Gewinne. Die lineare Abschreibung ist eine gleichbleibende jährliche Abschreibungsrate.

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